Roman-Schauplätze

 

Viele Orte, die in meinen Romanen vorkommen, gibt es wirklich. Sie heißen nur manchmal anders. 

 

Die Murellenschlucht

 

In der Berliner Murellenschlucht - unmittelbar hinter dem Olympiastadion - wachsen Ahornbäume, Eichen, Kiefern und Birken. Dahinter ragen Hügel auf und eine Schlucht führt in die Tiefe. Ein kleines Paradies für Läufer und Spaziergänger. Nur die Verkehrsspiegel links und rechts am Wegesrand wirken irritierend. Über hundert sind es, einige davon beschriftet. Eine Erinnerung an mehr als 230 Menschen, die hier sterben mussten, viele noch bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. 
Die Geschichte dieses Ortes spielt im dritten Teil der Krimi-Trilogie um Lisa Heynrichs eine entscheidende Rolle.


Der Wannsee

 

Ein Idyll – damals wie heute. Anfang 1942 hatten fünfzehn hochrangige Vertreter des NS-Regimes eine traumhafte Aussicht auf den winterlichen Wannsee. Doch in einer Villa ging es unerbittlich zur Sache: Am Konferenztisch bereiteten jene Männer die millionenfache Deportation und Vernichtung aller Jüdinnen und Juden in Europa vor. Heute dokumentiert eine Dauerausstellung die Verfolgung und den Massenmord. Wenn die Tore abends schließen, liegt der Garten der Villa hinter hohen Zäunen verborgen. Trotzdem findet in Lisas drittem Fall jemand einen Weg hinein, und eine Parkbank verwandelt sich in die dramatisch inszenierte Bühne für eine Leiche …


Das Olympiastadion

 

Die Fassade des Berliner Olympiastadions hat sich seit den Olympischen Sommerspielen 1936 kaum verändert. Ein imposanter Bau, mit dem sich das NS-Regime ein Denkmal setzte. Von hier aus lässt sich die Murellenschlucht bequem zu Fuß erreichen – ein Waldgebiet, in dem bis Anfang 1945 Menschen hingerichtet wurden. Ein Trauma, das manchmal über mehrere Jahrzehnte nachwirkt.  In Lisas drittem Fall geht es um eine dunkle Saat, die wieder aufgeht, und um modernste Technik, die heute für gefährliche Zwecke missbraucht wird.           


Die Uber Arena in Berlin

 

 

2024 wurde die Berliner Mercedes-Benz Arena in Uber Arena umbenannt. Hier finden nicht nur Eishockey- und Basketballspiele statt, bei Popkonzerten tummeln sich auch bis zu 17.000 Fans auf einer Fläche, die so groß wie acht Fußballfelder ist. Ehe jemand hineindarf, muss er Metalldetektoren passieren. Der Sicherheitsvorkehrungen sind so streng wie auf einem Flughafen. Trotzdem kann etwas passieren. In ihrem zweiten Fall ist Lisa Heynrichs mit ihrer Freundin Henriette und ihren Kollegen live dabei – und wird selbst verletzt. Mehr denn je braucht sie Menschen, die an ihrer Seite sind. 

 

 


Der Teufelsberg im Grunewald

 

 

Über aufgetürmten Kriegstrümmern ist im Grunewald ein Berg gewachsen. Auf der Kuppe befinden sich noch heute die Reste der ehemaligen Abhöranlage der US-amerikanischen Streitkräfte. Das obere Ende der Türme erinnert an überdimensionale Golfbälle, die Mauern sind verfallen, doch wer hinaufsteigt, wird mit einem grandiosen Blick belohnt. Die Sicht reicht bis zum Fernsehturm und zu den Hochhäusern am Alexanderplatz. An den Wänden gibt es Werke von Street Art-Künstlern zu bestaunen. Im zweiten Krimi nutzt das jemand für seine Zwecke aus.

 


Die Hochhäuser an der Leipziger Straße

 

... waren zu DDR-Zeiten auch als »Springer-Riegel« bekannt, weil sie die weithin sichtbaren Schlagzeilen der Bildzeitung im Berliner Westen verdeckten. Was damals und in der Wende-Zeit begann, wirkt manchmal noch bis heute nach. In Lisas zweitem Fall kommt es deshalb in einem dieser Wohnblocks zum dramatischen Finale.


Der Arbeitsplatz von Lisa Heynrichs

 

Das LKA 1 für Delikte am Menschen ist der Arbeitsplatz von Hauptkommissarin Lisa Heynrichs. Offiziell gibt es im Berliner Landeskriminalamt acht Mordkommissionen. Lisa arbeitet in der neunten, die ich erfunden habe, um den echten Ermittlern nicht die Show zu stehlen. Und ein paar »dichterische Freiheiten« habe ich mir auch herausgenommen, denn das Team, dem Lisa angehört, hat zwei Mitglieder weniger als in der Realität. So kann man alle leichter auseinanderhalten. Darüber hinaus habe ich mich möglichst nah an den Tatsachen orientiert. Dabei war das Buch »Tatort Berlin« von Katja Füchsel mit Reportagen aus dem »Tagesspiegel« ausgesprochen hilfreich.


Lisas Zuhause - der Akazienkiez

 

Das Viertel hat seinen Namen von einem Akazienwäldchen, das einst ganz in der Nähe wuchs. Als ich vor den schönen alten Häusern in der Steinmetzstraße stand, hielt ich die Bäume deshalb zuerst für Akazien - es sind aber Japanische Schnurbäume. Um das herauszufinden, hat ein Blick in das Baumkataster gereicht, das für viele deutsche Großstädte verfügbar ist (vielen Dank an eine Bielefelder Baumschul-Inhaberin für diesen Tipp!) Mir gefiel es in der Gegend so gut, dass ich Lisa hier »einziehen« ließ. Sie lebt allein, seitdem sich ihre Freundin Henriette verliebt hat, doch die beiden sehen sich noch immer regelmäßig.


Strandbad Orankesee

 

Hier wachsen nicht nur Seerosen, es gibt auch einen schönen Sandstrand und eine große Rutsche. Ein kleines Paradies für alle, die aus der Großstadt flüchten. Lisa genießt hier ein paar freie Stunden und lässt aufregende Tage Revue passieren. Und ihr Kollege Meinolf freut sich auf das kühle Bier! 


Savignyplatz in Berlin

 

Die Idee gab es schon lange. Doch in einem Restaurant am Savignyplatz entstand die Idee, die Handlung nach Berlin zu verlegen. Weil es in dieser Gegend viele schöne Kneipen gibt (wie das »Café H.« von Henriette, Lisas bester Freundin). Und weil es in der Nähe ein Hotel gibt, in dem ich mindestens ein Mal im Jahr bin. Es schreibt sich besser über Orte, die man selbst gut kennt ... 


Der Hafen von Hvar Stadt

 

Wer in eins der kleinen Boote steigt, blickt direkt auf das alte Hotel, das vor mehr als hundert Jahren »Kurhotel Kaiserin Elisabeth« hieß. Auf der Dachterrasse lässt sich stilvoll speisen und über allem thront die Festung Španjola. Hierher verschlägt es die Zwillinge Merle und Hannah in meinem vierten Roman »Schwesternzeiten«.


Blaue Bucht

 

Himmel und Meer haben dieselbe Farbe angenommen ... Stimmt! »Blaue Bucht« nennen sie die Einheimischen, auf der Landkarte ist sie als »Uvala Pokonji Dol« zu finden.

Stari Grad

 

In Stari Grad geht’s etwas beschaulicher zu als in der Inselhauptstadt von Hvar. Aber auch hier ist die Zeit nicht stehengeblieben: Zwischen alten Gemäuern finden sich Boutiquen und manche Snackbar. Hier am Hafen könnten Ida und Matko ihr Restaurant gehabt haben ...

Blick auf Hvar und die »Hölleninseln«

 

Blick auf Hvar in der Abenddämmerung: Von den »Hölleninseln« oder auch »Teufelsinseln« sind hier nur Jerolim, Marinkovac und ein paar kleinere Eilande zu sehen. Sveti Klement mit der Bucht von

Palmižana, wo sich Hannah und Darian besser kennenlernen, liegt weiter rechts. Links im Hafen der Inselhauptstadt ankern - etwas entfernt von den kleinen Auflugsbooten - auch die großen, weißen Jachten.

Das perfekte Versteck für einen Cache

 

Ein vergittertes Kellerfenster am Erbdrostenhof in Münster: Wäre das nicht das perfekte Versteck für einen kleinen Schatz? In der Domstadt sind tatsächlich viele Geocacher unterwegs, die mit ihren GPS-Geräten und oft per Fahrrad nach mehr als 2.000 Caches suchen.

Kerry-Hill Schafe

 

Mit ihren schwarz umrandeten Augen sehen sie wie Popstars von vorgestern aus, oder? Diese Schafe der Rasse Kerry-Hill leben in der Nähe von Gütersloh, am Karpfenteich aus »Festtagsgäste« und haben ihren Weg in meinen vierten Roman »Schwesternzeiten« gefunden. Der freche Bock rammt wirklich gern seine Hörner in die Kniekehlen von Zweibeinern ...

Blick zum Strand

 

»Es ist und bleibt ein herrliches Fleckchen Erde.« Damit ist über Sanibel Island das Wichtigste gesagt. Auf dieser Insel in Florida spielt »Sonnenplätze«. Was Friederike und ihre Mutter Karin hier erleben, bringt ihr Weltbild ins Wanken - und vor allem ihre Zukunft.

Sonnenuntergang vor Sanibel Island ...

 

... aufgenommen auf der kleinen Insel zwischen den beiden Brücken.

Vorbild für das »Palm Tree Resort« ...

 

... war diese Wohnanlage auf Sanibel Island.

 

 

Ein Silberreiher in seinem Revier

 

Im »J.N. Ding Darling National Wildlife Refuge« auf Sanibel Island gibt's unendlich viele Fotomotive: vor allem Vögel in ihrem angestammten Revier. Neben Pelikanen und Flamingos auch solche Silberreiher, die sich nicht mal von Touristen aus der Ruhe bringen lassen.

Die Südspitze von Manhattan

 

Ein paar Tage in New York hatte Friederike in »Sonnenplätze« nicht geplant. Doch eine Tour mit der Fähre nach Staten Island beschert ihr ungeahnte Einsichten. Und einen unvergesslichen Blick auf die Skyline.

 

 

 

Waldbegräbnis Eckendorf

 

Der Friedwald, der in »Sonnenplätze« eine Rolle spielt, liegt in Leopoldshöhe - zwischen Bielefeld und Lemgo. Auf dem Andachtsplatz des »Waldbegräbnis Eckendorf« können Musiker auftreten, und auch ein Pastor ist hier gern gesehen. Die Urnen finden einen Platz unter alten Bäumen.

Bünde - Steinmeisterpark

 

Die Kleinstadt Brocke steht auf keiner Landkarte. Vorbild war meine Heimatstadt Bünde, und der Stadtpark aus »Festtagsgäste« und »Taktgefühle« heißt eigentlich Steinmeisterpark. Irgendwo in der Nähe könnte Walters Villa stehen - zumindest gibt es hier Häuser, die dafür infrage kommen …

Prinzipalmarkt mit Lambertikirche in Münster

 

Vielleicht gibt's ja wirklich ganz in der Nähe das kleine Hotel, in dem Lisanne aus »Festtagsgäste« als Studentin gejobbt hat.

Der Karpfenteich aus »Festtagsgäste«

 

So sieht er aus, der Teich mit den »Kampfkarpfen«, die manchmal Enten in den Allerwertesten beißen. Ob daran Marlene und ihre »Fahrkünste« schuld sind? Wer den Tümpel sucht, wird in Gütersloh-Ebbesloh fündig. Er ist aber in Privatbesitz.

Blick auf den Hamburger »Michel«

 

Ob Elke, die Hauptfigur aus »Taktgefühle«, hier noch eine Wohnung unter dem Dach hat? So sieht es jedenfalls am Hamburger Großneumarkt aus - mit Blick auf den berühmten »Michel«.

Zell am See

 

Vielleicht wohnte hier ja der Komponist, der in »Taktgefühle« für eine unerwartete Wendung sorgt?